Edeka-Markt für Menzelen in…

Edeka-Markt für Menzelen in Warteschleife

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Alpen. Weil der RVR als Landesplanungsbehörde darauf besteht, die Verkaufsfläche auf 1200 m2 zu beschränken, muss der Flächennutzungsplan im Rathaus erneut öffentlich ausgelegt werden. Von Bernfried Paus

 

 

Die Idee an der B 57 in Menzelen einen Edeka-Markt zu bauen ist bereits vor mehr als zwei Jahren geboren worden. Auf dem Grundstück sind inzwischen bereits Bäume gefällt worden. Doch mehr auch noch nicht. Und es wird noch ein Weilchen dauern, bis der Weg frei ist und Bauarbeiter anrücken. Die Mühlen der Bürokratie mahlen unendlich langsam. Dabei sind die Verantwortlichen im Rathaus nach eigenem Bekunden stark daran interessiert, dass Investor Thomas Luft bald zum Zuge kommt.

„Man hat uns in die Suppe gespuckt“, sagte Planer Volker Schlicht jetzt im Planungsausschuss. Der Regionalverband Ruhr (RVR) als übergeordnete Planungsbehörde hat darauf bestanden, dass für den neuen Supermarkt das „Sondergebiet für Nahversorgung“ von Menzelen im neuen Flächennutzungsplan um ein Drittel kleiner ausfällt als bislang vorgesehen.

Der RVR besteht darauf, dass die Verkaufsfläche für den geplanten Markt im Planwerk für Alpen, das jetzt neu aufgestellt wird, um 600 auf 1200 m2 reduziert wird. Diese Änderung macht es erforderlich, den Flächennutzungsplanentwurf erneut öffentlich auszulegen.

Der Ausschuss stimmte der Flächenminderung wohl oder übel zu und folgte dem Vorschlag Schlichts, die Frist für die Offenlage zu verkürzen und auf drei Wochen zu beschränken. Eingaben können zudem nur zu dem Sondergebiet für den Menzelener Markt gemacht werden.

„Uns blieb kaum was Anderes übrig, als dem Hinweis des RVR zu folgen. Andernfalls wäre der geplante Markt überhaupt nicht genehmigungsfähig“, sagte Schlicht. Er wies darauf hin, dass es durch das formelle Verfahren zu keiner weiteren Verzögerung für das Projekt komme. Denn im parallel laufenden Bebauungsplanverfahren steht das erforderliche Lärmschutzgutachten noch aus. Der B-Plan, der sich aus dem Flächennutzungsplan herleitet, macht auch den angedachten Drogeriemarkt möglich. Der Planer im Rathaus tat sich auf Nachfrage im Ausschuss schwer, ein konkretes Zeitfenster zu öffnen, bis wann gebaut werden kann. In gut einem Jahr könnte es so weit sein. Es bleibt ein Rest Unsicherheit. „Dann muss aber von jetzt an wirklich alles glatt laufen“, sagte Schlicht.

Die Landesplanung hat, sollt Alpen der Änderung folgen, seine Zustimmung für das Planwerk bereits per E-Mail signalisiert. Immerhin. Der Investor, so war zu hören, hält trotz des zähen Verfahrens an seinen Markt-Plänen fest. Willi Schellen von den Grünen sprach das, was viele dachten, aus: „Oh Amtsschimmel, hört ihn wiehern.“

Quelle: RP